Winefinder

Italien neu entdecken.

Regionen

Italien neu entdecken.

Ohne Kompromisse.

In dem Landstrich zwischen Österreich, Slowenien und dem Mittelmeer gibt es den feinsten Schinken und einen der raffiniertesten Weißweine Italiens. Bislang erst von wenigen Kennern bereist, ist diese Region mit den städtischen Zentren Udine und Trieste sich immer treu geblieben – auch beim Charakter ihrer Reberzeugnisse. Das kleine Friaul - oder genauer Friaul-Julisch Venetien – zählt heute sicherlich zu den großen italienischen Weinbauregionen, und wenn Engagement und Seriosität mit der richtigen Sortenwahl, den passenden Böden, strenger Ertragsbegrenzung und kompromissloser Vinifikation und Ausbau einhergehen, sind ganz und gar bemerkenswerte Weine das Ergebnis.

Jeder kennt ihn, den Prosecco. Aber kaum jemand weiß, dass dieser perlende Wein seinen Namen von der friaulischen Rebsorte hat, die in der Nähe des Ortes Prosecco bei Trieste wächst – heute unter der Bezeichnung Glera.Vielschichtig, tief und kraftvoll sind besonders die Weißweine, die alle Komplexität und Alterungsfähigkeit besitzen. In den Achtzigern waren sie bereits die Messlatte für ganz Italien, doch dies ist fast in Vergessenheit geraten.

 


 


 

Ganz eindeutig definieren die Gebietsvoraussetzungen die Konzentration und die Kraft der Weißweine. Es gibt ein Gefälle von Ost nach West − und zwar unabhängig von der Rebsorte. Die komplexesten Weine wachsen im Osten, und zwar im Collio, im Colli Orientali del Friuli (COF) und dem angrenzenden Isonzo.

Durch Komplexität überzeugen auch die Weine der Kleinstwinzer aus dem felsigen Carso-Gebirge, die auf hartem Stein intensive, säurebetonte Weißweine produzieren. Der Westen bedient den gehobenen Alltagsgeschmack. Hier in der ausgedehnten Ebene des Anbaugebietes Grave entstehen auf den Schwemmlandböden sehr gute Weine, saubere und rebsortentypische Weiße ebenso wie Rote. Leichtere Weine werden auch zwischen Palmanova und Aquileia in Meeresnähe erzeugt, wo sandige Böden und größere Weingüter vorherrschen.